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Burg Reichenstein

Professionell Tagen vor historischer Kulisse

Eingebettet in die Kulturlandschaft "Oberes Mittelrheintal", die 2002 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, thront die Burg Reichenstein, im Volksmund auch Falkenburg genannt, auf einem Bergvorsprung am östlichen Abhang des Binger Waldes oberhalb des malerischen Ortes Trechtingshausen.

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Professionell Tagen vor historischer Kulisse

Die Entstehung der Burganlage lässt sich bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Danach war sie Jahrhunderte lang im Besitz von Rittern, Vögten, Kurfürsten und der Kirche. Auch die Raubritter nutzen die Burganlage als Residenz. Ganz entscheidend geprägt wurde die heutige Gestalt der Burg von den in ihrer Geschichte umfangreichsten Umbauarbeiten durch die Familie Kirsch-Puricelli. Die Industriellenfamilie, seinerzeit eine der reichsten und erfolgreichsten Familien Deutschlands, erwarb die Anlage im Jahr 1899 und ließ sie bis 1902 zu einer neugotischen Wohnburg im englischen Stil umbauen. Eine Wohnburg als Residenz passte zum Rang der Familie, die ihren Reichtum zu einem großen Teil aus dem Besitz der Rheinböller Hütte, eine der größten und ältesten Eisenhütten des Hunsrücks, verdankt. Bis zum Jahr 1936 lebte die Familie auf der Burg.

 

Von den Puricellis bis heute

Der große Einfluss der Familie Puricelli ist noch immer spürbar. Ihre heutige Nutzung verdankt das Anwesen nämlich einem Nachkommen der Familie: Im Jahr 2014 erwarb mit dem Dortmunder Lambert Lensing-Wolff ein Ur-Enkel der Kirsch-Puricellis die Burg. Dem Verleger gefiel der zunehmende Verfall der Heimat seiner Vorfahren nicht und so kaufte er Burg Reichenstein, um ihr neues Leben einzuhauchen. Dafür engagierte der neue Besitzer das Pächterpaar Katrin Kleemann und Till Gerwinat. Die gestandene Hotelfachfrau und der Küchenmeister mit vielen Jahren Erfahrung in der Sterne-Gastronomie nahmen die große Herausforderung an und eröffneten zunächst den Gastronomiebetrieb im Jahr 2015, 2016 folgte der Hotelbetrieb. Das Konzept der jungen Pächter sollte weg gehen vom „verstaubten Burgimage“, jedoch ohne den Familiengeist und die damit verbundene Historie aufzugeben. So erinnert die Inneneinrichtung zwar an die Puricellis und die abwechslungsreiche Geschichte der Burg, gleichzeitig wurden jedoch moderne Kontraste gesetzt und die Geschichte so respektvoll in Szene gesetzt.

"Burg Reichenstein ist ein Erlebnis - wer die Burg einmal besucht hat, atmet Geschichte ein, ohne dabei auf moderne Annehmlichkeiten zu verzichten."

Veranstaltungsmöglichkeiten zwischen modern und historisch

Die mittelalterliche Burg bietet vielfältige Möglichkeiten für die Durchführung von kleinen Meetings bis hin zu größeren Incentives und Freiluft-Veranstaltungen. Dabei punkten die Räumlichkeiten und Veranstaltungsflächen mit einem stimmigen Gesamtkonzept, das durch die außergewöhnliche Atmosphäre einer Burganlage geprägt ist. Mittelpunkt ist der ehemalige „Pferdestall“, der in Kinobestuhlung bis zu 90 Personen Platz bietet. Daneben gibt es noch die beiden historischen Räume „Bibliothek“ für bis zu 60 Personen und die „Ahnengalerie“ für max. 40 Personen. In der Bibliothek und der Ahnengalerie fühlt man sich tatsächlich in das Mittelalter zurückversetzt: Die Räume sind mit originalem Mobiliar ausgestattet und vermitteln so ein ganz besonderes Ambiente – es ist förmlich zu spüren, wie hier Jahrhunderte zuvor über Krieg und Frieden verhandelt wurde. In der „Remise“ mit Terrasse und wunderschönem Blick auf den Rhein können bis zu 120 Personen Platz nehmen.

 


Burggeschichte erleben

Die Möglichkeiten für Rahmenprogramme sind perfekt auf die historische Kulisse abgestimmt. Prädestiniert für ein Rahmenprogramm sind natürlich der Besuch und eine Führung durch das Burgmuseum. Es beherbergt – dank der Sammelleidenschaft der Kirsch-Puricellis – eine historische Sammlung von besonderen Kunstgegenständen vom späten Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert sowie eine der größten Ofenplatten- und Geweihsammlungen Deutschlands. Spannend ist auch die Burgführung durch die historischen Wohnräumlichkeiten der Familie Kirsch-Puricelli.  Geführt von der Gastgeberin Katrin Kleemann persönlich erfahren Teilnehmer alles über die Geschichten und Sagen rund um die Festung. Authentische Teamaktivitäten wie Bogenschießen, Fechten, Kegeln auf der historischen Kegelbahn oder mittelalterliche Ritterspiele stehen ganz im Zeichen der geschichtsträchtigen Veranstaltungsstätte. Für die besonders abenteuerlustigen Gäste werden auch die naturräumlichen Gegebenheiten für spannende Teamaktivitäten genutzt. So ist das „Rhein Rafting“ ebenfalls ein beliebtes Rahmenprogramm.

"Die Einrichtung, eine angenehme Kombination aus zeitgemäßem Design und original historischem Mobiliar, der ausgezeichnete Service mit einem sehr aufmerksamen, aber niemals aufdringlichen Personal und die herrschaftliche Atmosphäre einer mittelalterlichen Festungsanlage verleihen einem Aufenthalt das gewisse Etwas."

Gaumenfreuden im Restaurant „Puricelli“

Das Restaurant „Puricelli“, dessen Name eine Hommage an die ehemalige Besitzerfamilie ist, fasst in Kombination mit den angrenzenden Räumlichkeiten bis zu 250 Personen. Die Küche lässt sich als frisch, regional und authentisch beschreiben. „Wir arbeiten ausschließlich mit frischen Zutaten und stellen von Saucen, Eis, Gebäck bis hin zu Torten und Pralinen alles selbst her“, erklärt Küchenchef Gerwinat. Passend dazu auch die Atmosphäre im Puricelli: unaufgeregt und entspannt. Es soll ein Ort für jedermann sein: Vom Wanderer, der sich nach einer Wanderung im angrenzenden Morgenbachtal eine Stärkung gönnt, bis hin zum Feinschmecker, der ein elegantes Dinner erwartet. Das Restaurant kann auch exklusiv für Veranstaltungen gemietet werden.

Übernachten in der Burg

Im Frühjahr 2016 wurde der Hotelbetrieb aufgenommen. Dieser besteht aus 24 individuell gestalteten Einzel- und Doppelzimmern. Die Einrichtung der Zimmer ist offen, modern und puristisch und vor allem die Badgestaltung ist kreativ. Kontrastreich und doch stimmig werden moderne Elemente mit historischen „Überbleibseln“ kombiniert: So sind einige der Zimmer z.B. noch mit originalem, 100 Jahre alten Holzdielenboden ausgestattet. Besonders hervorzuheben ist die Burgsuite in Form eines Galeriezimmers.

 

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